ಮೆಗಾ-ರಾಝಿಯಾ ಗೆಜೆನ್ ಹೆಲ್ಸ್ ಏಂಜಲ್ಸ್: 2000 ಐನ್ಸಾಟ್ಜ್‌ಕ್ರಾಫ್ಟ್ ಸ್ಟರ್ಮೆನ್ 140 ಆಬ್ಜೆಕ್ಟೆ ಯುರೋಪ್‌ನಲ್ಲಿ

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Duisburg – [–>Es ist die größte Razzia gegen die Hells Angels, die es in dieser Form jemals gegeben hat! Mit einem gewaltigen Aufgebot von mehr als 2000 Einsatzkräften haben Polizei und Staatsanwaltschaft am frühen Mittwochmorgen zeitgleich fast 140 Gebäude in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Bulgarien durchsucht. Allein über 200 Elite-Polizisten von Spezialeinsatzkommandos aus sechs Bundesländern waren im Einsatz.

Die Fahnder vollstrecken dabei mehr als ein Dutzend Haftbefehle gegen führende Mitglieder der berüchtigten Rockergruppe. Insgesamt richten sich die Ermittlungen gegen mehr als 70 Beschuldigte.

Bei der Razzia wurden mehrere Haftbefehle vollstreckt

Foto: Justin Brosch

Millionen aus Drogen, Waffen und Rotlichtmilieu?

Nach Erkenntnissen der Ermittler sollen die Hells Angels gemeinsam mit über 50 weiteren Tatverdächtigen ein europaweites Netzwerk zur Geldwäsche betrieben haben. Im Zentrum stehen mutmaßliche Erlöse aus Drogen- und Waffenhandel, Schutzgelderpressungen sowie Geschäften aus dem Rotlichtmilieu. Die Summen sollen in die Millionen gehen.

Durchsucht wurde auch ein Bordell im Duisburger Rotlichtviertel

Foto: Justin Brosch

Blutige Schießerei war der Auslöser

Die Ermittlungen des Polizeipräsidiums Duisburg (Nordrhein-Westfalen) laufen bereits seit mehr als vier Jahren. Ausgangspunkt war eine spektakuläre Schießerei auf dem Hamborner Altmarkt im Mai 2022. Damals lieferten sich Rocker und türkisch-libanesische Clan-Kriminelle mitten in Duisburg ein Feuergefecht. Kugeln schlugen in Autos und Geschäfte ein, vier Männer wurden schwer verletzt. Nur durch großes Glück wurden keine Passanten getötet.

Die Ermittler wollen Vermögenswerte in Höhe von 50 Millionen Euro sicherstellen

Foto: Christoph Reichwein/dpa

Der Schwerpunkt der aktuellen Großrazzia liegt in Nordrhein-Westfalen, insbesondere in Duisburg und Oberhausen. Dort durchsuchten Spezialkräfte mehr als 100 Wohnungen, Häuser und Geschäftsräume. Parallel schlugen Ermittler in weiteren Bundesländern sowie im europäischen Ausland zu.

200 Elitepolizisten sicherten den Einsatz ab. Es geht Geldwäsche in Millionenhöhe

Foto: Justin Brosch

Luxusautos, Gold und Immobilien beschlagnahmt

Unter Leitung der Staatsanwaltschaft Duisburg und mit Unterstützung des Landesamtes zur Bekämpfung der Finanzkriminalität Nordrhein-Westfalen deckten die Ermittler nach eigenen Angaben ein verzweigtes Geflecht aus Rockern, Geldwäschern und mutmaßlichen Wirtschaftskriminellen auf.

Den Beschuldigten werden unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung, gewerbsmäßige Geldwäsche, räuberische Erpressung, bandenmäßiger Betrug, Waffendelikte, Körperverletzung sowie Steuerhinterziehung vorgeworfen. Zudem sollen hohe Kredite aufgenommen und nie zurückgezahlt worden sein.

Scheinfirmen sollen Millionen gewaschen haben

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft zeigt der Einsatz die enge Verflechtung verschiedener Gruppierungen der Organisierten Kriminalität. Über Scheinfirmen und komplexe Firmenkonstruktionen sollen enorme Geldsummen in einen scheinbar legalen Wirtschaftskreislauf eingeschleust worden sein. Das mutmaßlich kriminell erworbene Geld soll anschließend unter anderem in Unternehmen und Immobilien investiert worden sein.

Deshalb greifen die Ermittler jetzt auch nach dem Vermögen der Verdächtigen. Luxusautos, Immobilien, Bargeld, Gold und weitere Wertgegenstände werden sichergestellt. Insgesamt wollen die Ermittler knapp 50 Millionen Euro sicherstellen.

An dem Mammut-Einsatz sind neben Staatsanwaltschaft und Polizei auch Finanzbehörden, Spezialeinheiten, Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten, Hundertschaften sowie das Technische Hilfswerk beteiligt. Eine Razzia dieser Größenordnung hat es gegen die Hells Angels bislang kaum gegeben.



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